Literatur

Veröffentlicht in Der Briard

Alles über den Briard findet ihr in ...

fauguiere.jpgFauguière, C., Le Briard,
Ed. Artemis 2002, ISBN 2-844-161-561
(Sprache: französisch)

 

 

 

scott.jpgScott, D., Briard (Pet Love S.),
Interpet-Publishing, 2002, ISBN 1-903-098-84X
(Sprache: englisch)

 

 

 

cattaneo.jpgCattaneo, F., Le Berger de Brie,
Ed. De Vecchi, 2004, ISBN 2-732-827-746
(Sprache: französisch)

 

 

 

kieckbusch1.jpgWimmer-Kieckbusch, K., Der Briard - Berger de Brie,
Verlag Kieckbusch GmbH, Vielbach, 1996

 

 

 

 

kieckbusch2.jpgWimmer-Kieckbusch, K., Ich zeig's euch - Wie man einen jungen Hund erzieht,
Verlag Kieckbusch GmbH, Vielbach, 1998

 

 

 

niepel.jpgNiepel, G., Der Briard,
Neumann-Neudamm, 1996, ISBN 3-826-384-172

 

 

 

niepel2.jpgNiepel, G., Der Briard.Hunderassen,
Müller-Rüschlikon, 2004, ISBN 3-275-014-96X

 

 

 


Sehr empfehlenswert (v.a. zum besseren Verständnis unserer Fellnasen im Allgemeinen) sind auch ...

Erik Zimen: Der Wolf - Verhalten, Ökologie und Mythos

Zimen, E., Der Wolf - Verhalten, Ökologie und Mythos.
Das Vermächtnis des bekannten Wolfforschers.
Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart, 2003, ISBN 978-3-440-09742-7

 

 

 

Erik Zimen: Der Hund - Abstammung - Verhalten - Mensch und Hund

Zimen, E., Der Hund. Abstammung - Verhalten - Mensch und Hund.
Wilhelm Goldmann Verlag, München, 1992, ISBN-13: 978-3442123971

 

 

 

 

mcconnell.jpgMcConnel, Patricia B., Das andere Ende der Leine. Was unseren Umgang mit Hunden bestimmt,
Kynos Verlag, 6. Auflage, ISBN-13: 978-3933228932

 

 

 

 

Barry Eaton, Dominanz - Tatsache oder fixe Idee?Eaton, Barry, DOMINANZ - Tatsache oder fixe Idee?,
animal learn Verlag, ISBN: 978-3-936188-09-7

 

 

 

 

Nagel, Reinhardt, Stress bei HundenNagel, Martina und Reinhardt, Clarissa von, Stress bei Hunden,

animal learn Verlag, ISBN-13: 978-3936188042

 

 

 

 

schneider.jpgSchneider, D., Die Welt in seinem Kopf - Über das Lernverhalten von Hunden,
animal learn Verlag, Bernau, 2005, ISBN 3-936188-19-X

 

 

 


Tipps zur Ausbildung und Beschäftigung

pryor.jpgPryor, K., Clicker - Positives Lernen für Hunde,

Kynos Verlag, Mürlenbach/Eifel, 2002, ISBN 3-933228-50-6

 

 

 

clicker.jpgLaser, B., Clickertraining - Das Lehrbuch für eine moderne Hundeausbildung,
Cadmos Verlag GmbH, Lüneburg, 2000, ISBN 3-86127-710-7

 

 

 

Rugaas, Hilfe, mein Hund zieht!Rugaas, Turid, Hilfe, mein Hund zieht!,
animal learn Verlag, ISBN: 978-3-936188-11-0

 

 

 

 

fennell1.jpgFennell, J., Mit Hunden sprechen,
Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin, 2003, ISBN-13: 978-3-548-36454-4, ISBN-10: 3-548-36454-3

 

 

 

 

fennell2.jpgFennell, J., Mit Hunden leben - Das Praxisbuch ,
Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin, 2005, ISBN-13: 978-3-548-36754-5, ISBN-10: 3-548-36754-2

 

 

 

 

theby-s.jpgTheby, V., Schnüffelstunde - Nasenspiele für Hunde,

Kynos Verlag, Mürlenbach/Eifel 2003, ISBN 3-933228-78-6

 

 

 

Clarissa v. Reinhardt, LeineaggressionReinhard, Clarissa von, Leinenaggression,
animal learn Verlag, Bernau, 2008, ISBN 978-3-936188-45-5

Dieses Buch von Clarissa von Reinhard behandelt nicht nur sehr ausführlich die Themen Leineaggression und Leinenführigkeit, sondern veranschaulicht auch sehr deutlich, wie schnell - und vom Hundehalter oft unbemerkt - es zu Fehlverknüpfungen und dadurch zu unerwünschtem Verhalten kommen kann.

 

Der Briard, ein Herz mit Haaren drum herum“

Veröffentlicht in Der Briard

paris_melina.jpgAls rustikaler, geschmeidiger, muskulöser, gut proportionierter Hirtenhund aus Frankreich wurde er früher und eher selten noch heute zum Hüten von Schafherden verwendet. Heutzutage ist es meist die Familie, die er behütet. Er wird von sich aus auf „seine Leute“ achten und immer um sie herum sein. Der Briard eignet sich daher keinesfalls als Ketten- und Hofhund und schon gar nicht zur Zwingerhaltung!

Sein Wesen ist temperamentvoll, ausgeglichen, anpassungsfähig, sehr lernwillig, selbstbewusst, weder aggressiv noch furchtsam mit einer guten Portion Schutztrieb. Fremden gegenüber verhält er sich meist eher misstrauisch bzw. zurückhaltend und prüft erstmal, bevor er Freundschaft schließt. Dies ist aber oft abhängig von der Zuchtlinie, denn es gibt auch überaus freundliche Briards, die vollstes Vertrauen in jeden Menschen zeigen. (Bild links: unser "sanfte Riese" Paris mit Klein-Melina)

In der Familie zeigt er sich liebevoll, verschmust, tolerant gegenüber anderen Haustieren. Einen Jagdtrieb hat er nicht (Ausnahmen bestätigen die Regel), auch wenn er gerne mal einem Vogel oder Hasen nachrennt. In der Wohnung verhält er sich angenehm ruhig, aber wachsam. Briards sind keine Kläffer. Sein langes Ziegenhaar hat wenig Unterwolle, haart kaum, muss aber im adulten Alter alle zwei bis drei Wochen, im Welpen- und Junghundealter wöchentlich gründlich gekämmt werden. Mit dem passenden Equipment ist dies aber überhaupt kein Problem. Mehr zur Pflege des Briards findet ihr unter Pflege.  

Der Briard braucht eine sehr liebevolle, aber konsequente Erziehung vom Welpenalter an. Regelmäßige Besuche auf einem guten Hundeplatz bzw. Briard-erfahrenen Trainern helfen nicht nur bei der Erziehung, sondern machen einem Briard durch seine Gelehrigkeit in der Regel außerordentlich viel Spaß. Einsatz findet er auch oft bei sportlichen Wettkämpfen (Unterordnung, Obedience, Agility, Breitensport, ...).  

Da es sich um eine alte Arbeitshunderasse handelt, ist es wichtig, dem Briard eine Aufgabe zu geben. Briards findet man im Agility, im Breitensport und im Schutzhundesport. Aber auch als Rettungshunde und Therapiehunde (wie beispielsweise Luna's Schwester Julie) finden sie immer mehr Möglichkeiten, ihren Arbeitseifer unter Beweis zu stellen. Auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel, denn unser schwarzer Schmusebär bevorzugt die Couch samt Streicheleinheiten! :)

 

Pflege

Veröffentlicht in Der Briard

Das ansonsten pflegeleichte Ziegenhaar des Briards sollte je nach Haarqualität und Unterwolle zwische 1 bis 3 Mal pro Monat gründlich gebürstet werden, da die Unterwolle unbedingt entfernt werden muss. Das Fell kann sonst nämlich leicht verfilzen (besonders beim Junghund während des Wechsels vom Babyhaar zum richtigen Haarkleid), der Hund kratzt sich und es kann sogar eine unangenehme Ausdünstung entstehen. Vor allem Brust Hals, hinter den Ohren, unter der Rute oder zwischen den Zehen bilden sich leicht Filzen. Unbedingt vom Welpenalter an ans Bürsten gewöhnen, damit sich der erwachsene Hund bei der Fellpflege, Kontrolle der Zähne, Augen und Krallen ruhig verhält!
paris_show.jpg
Aus eigener Erfahrung kann ich folgende Bürsten empfehlen:

Es lohnt sich, in einige qualitativ hochwertige und daher teure Bürsten/Kämme zu investieren. Man spürt sofort den Unterschied, und diese Bürsten sind quasi unverwüstlich. Vor allem bei Filzen sind die Bürsten von Les Poochs genial: Schere und Entfilzungsmesser sind absolut unnötig, die Filzies bürsten sich wie von selbst raus und das Deckhaar bleibt dabei unbeschädigt - und vor allem: Les Poochs-Bürsten ziepen nicht! Am allerliebsten verwende ich jedoch einen einfachen Kamm von #1 All Systems und eine Maxi Pin Brush. Bei sehr verknoteten Filzen hab' ich noch einen speziellen Balsam, mit dem sich alle Filzies mühelos entwirren lassen. Bei Fragen zur Pflege oder zu Produkten, einfach eine Email an mich senden! In "Notfällen": ich zeig' euch, wie's am besten geht! :)

Ein Entfilzungsmesser, mit dem man leider sehr viel vom Haar abschneidet, ist so eigentlich nicht mehr nötig. Leider hab' ich bei meiner ersten Hündin genau diesen Fehler gemacht. Zum Glück gehört das Entfilzungsmesser, seit ich die Bürsten von Les Poochs bzw. meinen "Lieblingskamm" verwende, der Vergangenheit an! Abgschnittenes Fell wächst bei Briards extrem langsam nach. Außerdem wird das Wachstum der Unterwolle (= noch mehr Verfilzung) an der geschorenen Stelle verstärkt!!! Will man nicht in eine Les Poochs investieren und ist das Fell schon mal sehr verfilzt, kann man die Filzen mit Hilfe von Öl (Mandelkernöl o.ä.) oder besser mit einem hochwertigen Entfilzungsspray leichter zerteilen, da das Haar durch das Öl geschmeidiger wird. Dazu verdünnt man das Öl mit Wasser und sprüht es am besten auf die betroffenen Stelle. (Nicht vor Ausstellungen!!!) Hilft alles nichts mehr, schneidet man am besten mit einer Haarschere den Filzballen 1 mal gerade durch. Normalerweise läßt sich die verfilzte Stelle dann lösen.

Gebadet sollte ein Briard nur mit speziellem Hundeshampoo (stark rückfettend) und in Ausnahmefällen werden, da ein zu häufiges Baden der Haarstruktur schadet. Gute Produkte bietet #1 All Systems oder auch Les Poochs.

 

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Regelmäßig kontrolliert werden müssen auch Ohren, Zähne und Augen. Da das Schlappohr eher schlecht durchlüftet wird, kann man im Gehörgang eventuell einige Haare vorsichtig auszupfen. Die Ohrmuscheln können mit speziellen Tinkturen oder auch Babytüchern (nicht auf Ölbasis, da die Haare ansonsten im Innenohr verkleben können) gereinigt werden. Bitte nicht mit einem Wattestäbchen o.ä. versuchen, das Innenohr zu reinigen. Verletztungsgefahr!!!

luna_show.jpgUm dem Briard einen besseren Durchblick zu verschaffen, können Haare, die in die Augen wachsen mit einer Effilierschere ausgedünnt werden. Ich bevorzuge allerdings die Haare für den besseren Durchblick mit kleinen Haargummis oder Klammern (z.B. bei H&M) zusammenzubinden. Wenn ihr euren Liebling ausstellen wollt, bitte keinesfalls die Haare abschneiden!

Die Krallen benötigen, bis auf die Afterkrallen, die in reglemäßigen Abständen gekürzt werden müssen, keine besondere Pflege. Besondere Vorsicht bitte beim Kürzen der Krallen. Im Zweifelsfall besser dem Tierarzt machen lassen, da man ansonsten leicht eine Verletzung zuführen kann.

Regelmäßig das Fell auf Parasiten untersuchen (Zecken, Flöhe, Läuse)! Zecken unverzüglich mit einer Zeckenzange oder -karte entfernen und anschließend desinfizieren (z.B. mit Bach-Notfalltropfen)! Gute aber leider chemische Abhilfe schaffen Spot-on Lösungen, wie z.B. Advantix - oder, druchaus empfehlenswert und vor allem um einiges ungefählicher, das Scalibor-Halsband. Bitte niemals bei Briards Exspot anwenden!!! Weitere Infos über Borreliose und Zeckenabwehr auf Drei Hunde Nacht >>>

 

Gesundheit

Veröffentlicht in Der Briard

Die Lebenserwartung des Briards  
Der Briard gehört, sehr zu unserer Freude, noch zu einer gesunden und robusten Rasse. Seine Lebenserwartung liegt im Durchschnitt bei 12 Jahren. Typische Krankheiten sind nicht bekannt.

Bei der Suche nach einem Welpen, würde ich bzgl. Gesundheit empfehlen, besonders auf HD und auf Magen/Darmprobleme (Magendrehung, oder -aufgasung - siehe weiter unten) zu achten.
 
 
Hüftdysplasie
Die Hüftdysplasie hat man durch strenge Zuchtauflagen gut im Griff und so kommt es doch selten vor, dass ein Briard so schwere HD hat, das er operiert oder sogar eingeschläfert werden muss, wie das von einigen anderen Rassen immer wieder zu hören ist.

Mehr über Hüftdysplasie (HD) >>>


CSNB
Die CSNB (Congenital Stationary Night Blindness) handelt es sich um den partiellen oder auch totalen Verlust des Sehvermögens bei schwachem Lichteinfall bzw. Dunkelheit. Da es sich um eine rezessive vererbbare Krankheit handelt, kann ein Hund Träger dieser Krankheit sein, ohne selber die Symptome zu zeigen. Sind beide Elterntiere solche rezessiven Träger, können ¼ der Welpen von dieser Krankheit betroffen sein! CSNB-Träger sollten ausdrücklich nur mit einem CSNB getesten gesunden Partner verpaart werden!

Mehr über CSNB >>>


PRA
Beim Briard wurde die Krankheit der "Fortschreitenden Ablösung der Netzhaut" nur selten festgestellt. In Deutschland ist diese Untersuchung für die Zuchtzulassung keine Pflicht. Die Niederländer dagegen verlangen, den Hund auf PRA hin zu untersuchen. Wer sich in Belgien und Frankreich mit dem Titel "Sélectioné(e)" schmücken möchte, muss seinem Hund ebenfalls "PRA-frei" tierärztlich bescheinigen lassen.


Magendreher (Gastric Dilatation-Volvulus)
Für den Magendreher sind vor allem große Hunderassen leider manchmal auch Kandidaten. Auch wieder nicht rassetypisch, trifft es aber hin und wieder doch einen Briard. Es sind aber positive Fälle bekannt, d.h. die aufmerksamen Hundebesitzer haben es rechtzeitig erkannt, schnell und richtig reagiert und so konnten die Hunde erfolgreich operiert werden. Zur Vermeidung eines Magendrehers sollte vor allem darauf geachtet werden, dass der Hund nach dem Fressen für 2-3 Stunden eine Pause einlegt. Spazieren gehen, laufen, springen, spielen etc. sollten Tabu sein.

Genauso gefährlich wie eine Magendrehung ist eine Aufgasung des Magens. Bei beidem gibt es eine genetische Komponente (vererbt von der 1. Generation). Die Futterration sollte aufgeteilt werden, um eine Überfütterung, d.h. eine Aufnahme von zu großen Portionen zu vermeiden. Auch der Rohproteinwert sollte nicht zu hoch sein (beim Trockenfutter idealerweise um 20%).  Besteht der Verdacht auf eine Magen- oder Milzdrehung bzw. auf eine Aufgasung des Magens, bitte unverzüglich zum Tierarzt - es besteht LEBENSGEFAHR!!!

Weiterführende Infos bzw. neue Erkenntnisse zu diesem Thema: http://www.golden-retriever-zwinger.de/html/magendrehung.html

Weiter Infos zur Gesundheit des Briards bzw. des Hundes im Allgemeinen unter "Noch mehr Infos..."

Rassestandard lt. FCI

Veröffentlicht in Der Briard

Ursprung: Frankreich, 06.05.1988

Aktueller Standard lt. www.fci.be >>>


ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Rustikaler Hund, geschmeidig, muskulös und gut proportioniert, mit lebhaften und aufgeweckten Bewegungen, von ausgeglichenem Wesen, weder aggressiv noch ängstlich.
Fehler: aggressiv, träge, ängstlich, abgestumpft.
 
GRÖSSE: Rüden: 62 bis 68 cm, Hündinnen: 56 bis 64 cm
Die Körperlänge muss größer sein als die Widerristhöhe, der Briard ist länglich.
Fehler: quadratischer Hund: kein VORZÜGLICH, Größe mehr als 68 cm respektive 64 cm.
Disqualifikation: weniger als Mindestmaß und mehr als 2 cm über dem Höchstmaß. Hunde, die die Mindesthöhe nicht erreichen, erhalten keine Zuchtzulassung.
 
KOPF: stark, lang, ausgeprägter Stop, der so platziert sein muss, dass er von der Nasenspitze den gleichen Abstand wie vom Hinterhauptbein aufweist. Mit Haar bedeckt, welches Kinn- und Schnurbart bilden, Augenbrauen verschleiern leicht die Augen.
Fehler: kurzer Kopf, zu lang, Disharmonie zwischen Fang und dem Schädel, Kopf unproportioniert im Verhältnis zum Körper, Kopf in dem Maße behaart, dass seine Form nicht erkennbar ist: Kinnbart, Schnurbart, Augenbrauen ungenügend, Stop zu ausgeprägt oder nicht vorhanden.
Disqualifikation: zu starker Ausprägungsgrad der vorgenannten Fehler.
 
STIRN: sehr leicht gerundet.
Fehler: zu flach, zu stark gerundet, zu breit, zu den Augen abfallend.
 
NASENRÜCKEN : geradlinig.
Fehler: zu lang, zu schmal, zu kurz, gekrümmt.
 
FANG: weder schmal noch spitz
Fehler: spitz, schmal oder zu breit, hängende Lezfen
 
NASE: eher viereckig als rund, Nasenschwamm immer schwarz, kräftig mit gut geöffneten Nassenlöchern.
Fehler: kleiner Nasenschwamm, zusammengedrückt, spitz, anders als schwarz, Spuren von gefleckter Pigmentierung.
Disqualifikation: Nasenschwamm braun oder heller, sowie unterbrochene Pigmentierung.
 
GEBISS: stark, weiß und perfekt schließend.
Fehler: Fehlen eines Schneidezahnes. Schadhafte Zähne, leichter Vor- oder Rückbiss, dabei ohne Verlust des Bissschlusses. Fehlen eines Prämolaren. Fehlen von 2 Schneidezähnen. Fehlen von 2 Prämolaren.
Disqualifikation: starker Vor- oder Rückbiss, bei dem der Bissschluss nicht mehr vorhanden ist. Fehlen von 2xP4 oder dreier Zähne, gleich welcher Art.
 
AUGEN: waagrecht, gut geöffnet, eher groß, nicht schlitzäugig, von dunkler Farbe, mit intelligentem und ruhigem Ausdruck. Graue Augen bei einem grauen Briard sollen nicht bestraft werden.
Fehler: Auge zu klein, mandelförmig, oder von heller Farbe.
Disqualifikation: ungleiche Augenfarbe, scheuer Blick, von zu heller Farbe.
 
OHREN: hoch angesetzt, vorzugsweise kupiert und aufrecht getragen, falls sie in ihrer natürlichen Form belassen wurden, eher kurz und nicht anliegend. Bei gleicher Qualität soll dem Hund der Vorzug gegeben werden, dessen Ohren aufrecht getragen werden. Die Länge des natürlich belassenen Ohres sollte die Hälfte der Gesamtlänge des Kopfes nicht überschreiten, eher etwas kürzer, immer flach und mit langen Haaren versehen sein.
Fehler: zu lange oder schlecht getragene Ohren, zu kurze Behaarung.
Disqualifikation: eingerollte oder zu tief( unterhalb der Augenlinie) angesetzte Ohren, kurzhaarig, natürliches Stehohr, Knorpelimplantation.
 
ERSCHEINUNGSBILD: muskulöser, gut von der Schulter abgesetzter Hals.
Fehler: zu langer, zu dünner oder zu kurzer Hals.
 
BRUST: breit (eine Handbreite zwischen den Ellenbogen), lang und gut bis zu den Ellenbogen herabreichend.
Fehler: zu schmal, nicht genügend oder übertrieben herabreichend. Mangel an Länge, zu flach oder zu stark gewölbte Rippen.
 
RÜCKEN: gerade.
Fehler: leichter Senk- oder Karpfenrücken.
 
KRUPPE: wenig schräg, leicht gerundet.
Fehler: zu schräge oder flache Kruppe, diese Fehler noch stärker ausgeprägt, Kruppe deutlich höher als Widerrist.
 
LÄUFE: gut bemuskelt, kräftige Knochen, senkrecht gestellt.
Fehler: schlechter Stand, loser Schultern, Schenkel leicht ausgedreht, Schwäche in den Vorderfußwurzelgelenken oder zu aufrechter Vordermittelfuß, Zehenstand. Schlechte Winkelung der Schulter, kurze Haare an den Gliedmaßen, dünne Läufe, schwache Knochen.
Disqualifikation: schwere Fehler im Stand
 
SPRUNGGELENKE: nicht zu nahe am Boden oder derart gewinkelt, dass der Hintermittelfuß nahezu senkrecht steht.
Fehler: zu weit entfernt vom  oder zu dicht am Boden. Schlechte Winkelung.
Disqualifikation: schwere Fehler im Stand.
 
RUTE: unkupiert, gut behaart, am Ende einen Haken bildend, tief und nicht seitlich abweichend getragen. Sie muss bis zum Sprunggelenk reichen oder dieses höchstens um 5 cm überschreiten.
Fehler: ein wenig zu kurz, keinen Haken bildend, Behaarung zu kurz. Rute weit über der Rückenlinie getragen, unter dem Bauch getragen, in der Bewegung unter dem Bauch getragen.
Disqualifikation: über dem Rücken getragene Ringelrute oder senkrecht getragen (steif). Operationsspuren die auf eine Korrektur zur Verbesserung der Rutenhaltung schließen lassen.
 
PFOTEN: stark, rund geformt (Zwischenform zwischen Katzen- und Hasenpfote).
Fehler: zu lang, zu flach, zu platt. Auswärts oder einwärts gestellt, nicht genügend behaart.
Disqualifikation: schwere Standfehler.
 
NÄGEL: schwarz
Fehler: graue Nägel
Disqualifikation: weiße Nägel
 
BALLEN : hart
Fehler: nicht elastisch, zu flach, zu weich.
 
ZEHEN: geschlossen.
Fehler: gespreizte, zu lange, zu flache Zehen.
 
HAARKLEID: gedreht, lang, trocken (Ziegenhaar), mit leichter Unterwolle.
Fehler: nicht genügend trocken, leicht gelockt, fehlende Unterwolle. Für eine Zuchtzulassung in letzterem Fall für 6 Monate zurückstellen. Zu kurzes Haar. Zu feines Haar.
Disqualifikation: Haar kürzer als 7 cm, weiches oder wolliges Haar
 
FARBE: alle einheitlichen Farben, mit Ausnahme der untenstehend aufgeführten, sind alle zugelassen. Die dunklen Farben sind vorzuziehen. Nicht als Zweifarbigkeit anzusehen ist ein leicht hellerer Farbton an den Haarspitzen, die ist nichts anderes als ein Beginn der Depigmentierung. Eine solche Farbe muss, nur ein wenig heller, im selben Farbton sein (dunkles Fauve auf hellem Fauve, dunkles Schwarz auf ausgewaschenem Schwarz, dunkles Grau auf hellem Grau etc.). Das Fauve muss warm sein und einheitlich sein, weder hell, noch ausgewaschen.
Fehler: Schwarz mit zuviel rötlichem Schimmer, nicht genügend warmes Fauve, weißer Brustfleck. Zu stark charbonniert, an der Grenze zu einer Mantelbildung. Sehr helles oder ausgewaschenes Fauve.
Disqualifikation: die Farben weiß, Kastanien- und Mahagonibraun, Bicolore, weißer Bruststreifen, weiße Haare an den zehenspitzen. Fauve mit charbonniertem Mantel. Zu helle Farben.
Anmerkung: beim Bicoloren ist auf die Hautfarbe zu achten, die im bereich der dunklen Partie bräunlich und im Bereich der hellen Partie rosa ist. *)
 
AFTERKRALLEN: doppelte Afterkrallen an den Hinterläufen. Hunde, selbst von sehr gutem Typ, die nur eine Afterkralle aufweisen, können nicht prämiert und nicht zur Zucht zugelassen werden. Die doppelten Afterkrallen müssen aus zwei knochigen Teilen mit Nagel bestehen, so nah wie möglich am Boden angesetzt sein, um so eine bessere Auflage des Fußes zu gewährleisten.
Fehler: zu hoch angesetzt (auf halber Höhe des Hintermittelfußes). Fehlen von 2 Zehennägeln. Fehlen eines Knochens in einer doppelten Afterkralle.
Disqualifikation: einfache Afterkralle. Fehlen der doppelten Afterkralle. Fehlen von 2 Knochen in einer Afterkralle, auch wenn die Zehennägel vorhanden sind. Fehlen eines Knochens in jeder einzelnen Kralle einer doppelten Afterkralle, auch wenn die Zehennägel vorhanden sind.
 
ANMERKUNG: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Scrotum befinden.
 
 
*) Meinen Austellungserfahrungen zur Folge, bin ich allerdings zu dem Schluß gekommen, dass es besonders bzgl. der Farbe fauve meist nicht sehr genau genommen wird. Leider ... 

Ursprung des Briards

Veröffentlicht in Der Briard

Briard - Berger de Brie © ABBÜber die Entstehung des Briards ranken sich viele Legenden. Eine alte Erzählung berichtet, dass der Adelige Aubry de Montidier ermordet wurde. Einziger Zeuge des Mordes war sein Hund, der dem Mörder unermüdlich folgte und ihm sein Leben zur Qual machte. Schließlich erfuhr der König von dieser Begebenheit und befahl ein Duell auf der Insel Nôtre-Dame zwischen dem Angeklagten und dem Hund. Aubry's Hund (frz.: Chien d'Aubry) attackierte den Mörder so heftig, dass er sein Verbrechen gestand; so konnte der Hund den Tod seines Herrn rächen (1371). Daher stammt wahrscheinlich der Ursprung des Rassenamens. Er könnte allerdings auch von der französische Region "Brie" abgeleitet sein.

Auch Karl der Große, Napoléon, Thomas Jefferson und Lafayette sollen bereits zu den Briard-Liebhabern gehört haben.

Der Name "Chien de Berger de Brie" taucht erstmal im französischen Schriftstellertum in den Naturelles von M. de Buffon, erschienen 1758, auf. Ursprünglich hatten Briards die Aufgabe, Schafe zu bewachen und zu schützen.

In England begann schließlich eine Hundezucht mit Zuchtbuchführung - somit war es erst möglich, die Geschichte einer Rasse genau zurückzuverfolgen.

urbri1.gif

urbri2.gifDer Briard sollte nach P. Megnin eine Kreuzung aus dem Chien de Berger Francais (links) und dem Barbet (rechts) sein. Seit 1896 ist der Briard eine eigenständige Rasse.
Um 1909 wurde in Frankreich der erste Briard-Club gegründet, "Le Club des Amis du Briard", der sich mit Zucht und Ausbildung beschäftigte, wodurch sich ein einheitliches Aussehen und Wesen entwickeln konnte.

 

armee.jpgWährend der Weltkriege wurde der heute als "Herz mit Fell drum herum" bekannte Briard als Diensthund in der französischen Armee eingesetzt. Furchtlos versorgte er die forderen Linien mit Vorräten, spürte Sprengstoff auf und rettete selbstlos Verwundete. Das witterungsbeständige Fell und der kräftige Körperbau ermöglichte es ihnen, Gurte mit Maschinengewehrmunition zu tragen, die sie zu den Frontstellungen brachten.

Auch als Rettungshunde wurden sie eingesetzt. Ihr Instinkt sagte ihnen, welche Soldaten Hilfe brauchten, aber auch welche nicht überleben konnten. Die amerikanischen Soldaten waren von dieser Rasse beeindruckt ... die Gründung des Briad Club of America folgte wenig später.

Der Briard ist ein typischer Allrounder: man findet ihn als Rettungshund, beim Agility, als Schlittenhund, bei Obedience-Turnieren, als Therapiehund, auf der Hunderennbahn, ... und manchmal darf er auch noch sein Können als Hirtenhund unter Beweis stellen. Ein Briard hat an jeder Art von Beschäftigung Spaß und seine Motivation bei jeglicher Art von Training wirkt ansteckend...

hirtenhund.jpgSeine ursprüngliche Aufgabe war es aber, Schafherden beisammen zu halten und diese auch zu bewachen. Dabei war seine robuste und mutige Art von großem Nutzen. Auch seine Statur, Schnelligkeit und Ausdauer sowie Kraft, Wachsamkeit, Selbständigkeit, Geschicklichkeit, Klugheit, schnelle Lernfähigkeit und Bereitwilligkeit waren von Vorteil.


Es entwickelten sich daraus 2 spezialisierte Typen bzw. verschiedene Zuchtlinien. Einige Züchter bevorzugen die kleineren, leichten und sehr temperamentvollen Briards (Eigenschaften des Hütehunds), andere eher die kräftigen, größeren und meist ruhigeren Briard (Eigenschaften des Hirtenhunds). Auch die heutigen Briards besitzen noch diese Grundlagen oder sind eine Kombination aus beiden.

 




herding01_JPG.jpg
James Bond Dalido "Tchibo" an der Herde
Thank you, Zsofie, for the picture!
 

Der Briard - Rassekurzbeschreibung

Veröffentlicht in Der Briard

FCI-Standard Nr. 113, vorläufig
Patronat Frankreich
Klassifikation FCI
  • Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
  • Sektion 1: Schäferhunde
Rassenamen laut FCI Berger de Brie (Briard)
Varianten
  • noir (schwarz)
  • fauve (hirschfarben)
  • gris (grau)
Widerristhöhe
  • Rüden: 62-68 cm
  • Hündinnen: 56-64 cm

 broyt-z-andaye.jpgBroyt z Andaye:
Briard FAUVE

 usez-val-de-lauguis.jpgUsez du Val de l'Auguis:
Briard NOIR

 

 Mélissa de la Maison de Suzie:
melissa-maison-suzie.jpg

Briard GRISE

Thank you, Makary, for providing the picture!
Merci beaucoup, Valérie, pour les photos!

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