Natürliche Entwurmung beim Hund

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Die meisten Tierärzte empfehlen eine regelmäßige Entwurmung des Hundes mit herkömmlichen Arzneimitteln (“Wurmtabletten”), jedoch sind sich die wenigsten Hundebesitzer bewusst, dass eine solche Entwurmung nicht vor neuerlichem Wurmbefall schützt. 

Schon wenige Tage nach der Entwurmung können neue Parasiten in den Hund gelangen, und somit ist es ein Irrglaube, dass der Hund nach einer Wurmkur in den nächsten Wochen oder Monaten garantiert "wurmfrei" sein wird.

Gift ist und bleibt Gift

Auch sind mit den eingangs erwähnten chemischen Entwurmungen  Nebenwirkungen quasi vorprogrammiert: ungewöhnliches Verhalten, Unruhe, Kratzen, Übelkeift, Durchfall sind die möglichen kurzfristigen Folgen, die durch die freigesetzten Toxine (Gifte) ausgelöst werden können. Aber es wird meistens leider verschwiegen oder ignoriert, dass durch eine chemische Wurmkur nicht nur die Würmer vernichtet werden, sondern  auch die “guten” und für eine intakte Verdauung nötigen Bakterien der Darmflora, was schwerwiegende gesundheitliche Folgen für das Tier nach sich ziehen kann. Wurmkuren sind Gifte, die außerdem die Leber und das gesamte Immunsystem schädigen können. 

Es gibt viele Tierärzte, die um die schädliche Wirkungsweise wissen  und auch dementsprechende Empfehlungen geben, leider noch immer nicht alle. Manche Tierärzte empfehlen tatsächlich, Welpen alle 10 Tage zu entwurmen (!!!) - darüber kann man eigentlich nur den Kopf schütteln. :( 

Natürliche und gesunde Alternativen

Es ist gegen alles ein Kraut gewachsen”, heißt es, und so hat die Natur auch sehr gute und wirkungsvolle Mittel parat, um unsere vierbeinigen Freunde vor Wurmbefall zu schützen ohne gleichzeitig zu schaden.

 Der Vorteil der natürlichen Mittel ist, dass sie nicht nur zum Zeitpunkt der Entwurmung wirken (kurativ - bei vorhandenem Wurmbefall), sondern auch präventiv - sie beugen also Wurmbefall gleichzeitig vor! Noch ein erheblicher Vorteil ist, dass sie im  Gegensatz zu den chemischen Wurmkuren richtig verabreicht keine Nebenwirkungen haben und den Organismus nicht unnötig belasten.

Kokosflocken & Kokosöl
sind als Mittel gegen Würmer sehr beliebt und werden von den Hunden auch gerne genommen. Man sollte - wie bei allem - Bio-Produkte vorziehen und nur kaltgepresstes Öl verwenden. Sowohl Flocken (Raspeln) als auch das Öl wird dem Futter beigemengt. Die enthaltene Laurinsäure macht den Hund als Wirt für die Würmer unattraktiv.

Gemahlene Kürbiskerne
Kürbiskerne wurden schon früher gegen Bandwurmbefall verwendet. Sie enthalten die Aminosäure Cucurbitin, die gegen Würmer wirkt. Kürbiskerne wirken auch harntreibend und helfen Hunden mit Prostata- oder Blasenproblemen. Zusätzlich sollen sie das Immunsystem unterstützen und freie Radikale abwehren. Bio-Produkte vorziehen!

Geriebene Möhren
Bio-Möhren können ebenso frisch gerieben (nicht püriert) direkt dem Futter einfach beigemengt werden.

Kurkuma (fein gemahlen)
wirkt nicht nur gegen Würmer sondern ist auch entzündungshemmend, verdauungsanregend und stärkt das Immunsystem. Schwache Tiere werden mit Kurkuma wieder gestärkt die Vitalität kehrt zurück. Kurkuma senkt das Thrombose-Risiko, wirkt hypocholestrolämisch und antioxidativ. Kurkuma unterstützt die Gesundheit von Knochen und Gelenken. Da Kurkuma ist schlecht wasserlöslich, daher immer zusammen mit etwas Öl unter das Futter mischen. Dosierung:  ½ TL.

All diese natürlichen Mittel menge ich einfach von Zeit zu Zeit abwechselnd dem Futter (oder Naturjoghurt) bei. Eine chemische Wurmkur verabreiche ich nur äußerst selten, und meine Hunde hatten noch nie ein Probelm mit Wurmbefall.

Wann ist eine Entwurmung nötig?

Ein Hund muss und sollte eigentlich nur dann entwurmt werden, wenn er auch tatsächlich unter Wurmbefall leidet. Ein Wurmbefall lässt sich ganz einfach mit einer Kotuntersuchung beim Tierarzt oder einem Labor feststellen. Dazu sollten über 3 Tage kleine Kotproben gesammelt und beim Tierarzt zur Untersuchung abgegeben werden. Wird bei der Kotuntersuchung kein Wurmbefall nachgewiesen, sollte man meiner Meinung nach auf eine chemische Entwurmung unbedingt verzichten!

Tipp: Stuhlproben-Röhren aus der Apotheke eignen sich prima zum hygienischeren Einsammeln, sicherem Verpacken und Transportieren der Kotprobe.

 

Quellen & Links:
http://tiergewuerze.de/Kurkuma-fuer-Pferde-Kurkuma-fuer-Tiere-Neumann-Gewuerze-Tiergewuerze-curcuma-whole-Curcuma-longa
http://www.barfers.de/entwurmen_mit_kraeuter.html
http://dogfeeling.jimdo.com/2013/01/27/nat%C3%BCrliche-mittel-gegen-wurmbefall/
http://www.gesundehunde.com/forum/showthread.php?t=121157

Des Pudels Kern: Warum beißt ein Hund?

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... so lautet der heute erschienene Artikel zum mehr als aktuellen Thema "Kampfhunde" auf TierarztBLOG.com von Alina Geishofer. Ich denke, je besser man informiert ist, je mehr man sich mit dem Verhalten der Spezies Canis f. familiaris beschäftigt,  desto eher kann man Verletzungen durch Hundebisse verhindern. Schuld ist nämlich fast immer der Mensch, der oft ein beachtliches Talent dazu hat, Kommunikationssignale unserer vierbeinigen Freunde zu "übersehen"! Hier zum Artikel >>>

Hunde beobachten uns und unsere Kommunikation, besonders unsere Körpersprache sehr genau, während viele Menschen immer noch der Meinung sind, wenn ein Hund mit dem Schwanz wedelt, ist er doch freundlich. Welch ein Armutszeugnis für den Mensch, dessen Vorstellung es oft immer noch ist, er müsse als "Rudelführer" oder "Alpha-Tier" über seinen Hund herrschen, so "wie es bei den Wölfen ist". Doch erstens ist der Hund längst kein Wolf mehr, die Veränderungen durch Evoltion und Domestikation dürfen nicht außer Acht gelassen werden, und zweitens wäre ein Mensch als Rudelführer in der freien Natur ziemlich wertlos - allein schon unsere Sinne sind denen unserer Hunde weit unterlegen. Außerdem definiert sich ein Rudel aus Tieren der gleichen Art, die fortpflanzungsfähige Nachkommen zeugen...

Die Vorstellungen vom Menschen als "Alpha" oder "Rudelführer", ist wissenschaftlich längst nicht mehr up-to-date und sollte langsam in Vergessenheit geraten. Ebenso sollte das Wissen, dass Dominanz nichts mit Aggressivität zu tun hat in den Köpfen Einzug halten. Wir sollten alles daran setzen, verantwortungsvolle Hundebesitzer zu sein, unsere Hunde zu führen, ihnen Verantwortung abnehmen und durch positives Training und gute Sozialisierung ein harmonisches Zusammenleben ermöglichen.

Alina, selbst Hundezüchterin sehr seltener Rassen, Biologiestudentin und Tierverhaltensberaterin, hat uns übrigens erst vor kurzem zusammen mit ihrer Norsk Lundehund-Hündin Ylvie besucht. Wir haben viel besprochen, diskutiert und vor allem auch viel gelernt. An dieser Stelle nochmals DANKE für Deinen Besuch!

CSNB – Nachtblindheit beim Briard

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Oft taucht in Gesprächen über den Briard eine Frage bzgl. CSNB auf. Darum möchte ich versuchen, einige Infos über CSNB beim Briard darzustellen.

CSNB ist die Abkürzung für Congenital Stationary Night Blindness und wird mit Angeborene Gleichbleibende Nachtblindheit, oder kurz Nachtblindheit, übersetzt. CSNB wird rezessiv vererbt und ist eine Störung des Netzhautpigmentepithels. Verursacht wird CSNB durch eine Mutation im sogenannten RPE65-Gen.

Wie wirkt sich die Krankheit aus?

GDV - BLOAT Kills

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Imp PARIS DalidoLeider aus gegebenen Anlass möchte ich hier von den Risiken und vor allem den Symptomen einer GASTRIC DILATION (GD) - einer Magen-Aufgasung schreiben. Bereits zum 3. Mal nach seiner primären Milzdrehung und -operation im August 2008 hatte Paris vergangenes Wochenende wieder eine Magen-Gasung, und glücklicherweise konnten wir wieder den Wettlauf mit der Zeit gewinnen.

Risikofaktoren, wie Alter, Anatomie und Vererbung/Genetik können wir nicht beeinflussen, sehr wohl aber Risiken die aus der Ernährung und der jeweiligen Lebenssituation resultieren.

Ich möchte meine Erfahrungen und mein inzwischen durch Paris' Geschichte erworbenens Wissen weitergeben, um zu warnen, zu helfen, oder auf die Gefahr hinzuweisen, damit im Falle einer Aufgasung schnell und richtig gehandelt werden kann - denn GDV ist LEBENSBEDROHLICH und kann innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen. Genau Hinsehen und die Symptome erkennen kann das Leben Ihres Hundes retten.

Jobs with Dogs

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Hunde bringen Harmonie ins Büro

Ein Hund im Büro verbessert das Betriebsklima. Davon ist Gabi Glaser vom Verein Special Animals überzeugt. "In größeren Betrieben, wo Hunde mitgebracht werden dürfen, ist eine niedrigere Rate an Krankenständen zu verzeichnen, und es gibt auch weniger Mobbing." Das sollen Studien auch schon bestätigten.

Allein die Anwesenheit eines Hundes trage dazu bei, dass sich Menschen in Konfliktsituationen ruhiger verhalten. "In einer Schule beruhigt ein Hund Kinder, die wütend sind, wenn er sich zu ihren Füßen legt und sie ihn streicheln."

Gefunden auf: http://wien.orf.at/stories/323479/

Luna mit im Büro

Auch Luna begleitete mich täglich ins Büro
(hier bei JoWooD Productions Software AG)

Eine spezielle Ausbildung für Hunde, die Frauchen oder Herrchen zur Arbeit begleiten dürfen, bietet Special Animals - und zwar für Hund und Besitzer!

Vorsicht, Süßstoff

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Die Chemikalie Melamin wurde in einigen Ländern im Tierfutter gefunden, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. Melamin ruft bei Hunden Nierenschäden hervor. Auch der Süßstoff Xylit, oft in zuckerfreien Süßigkeiten zu finden, ist für Hunde gefährlich. Xylit führt zur Ausschüttung von Insulin und in Folge kann der Blutzuckerspiegel gefährlich abfallen. Knoblauch ist für Hunde – im Gegensatz zum Menschen – der Gesundheit nicht bekömmlich: die roten Blutkörperchen werden Zerstört, Anämie und Nierenschäden sind die Folge. Allerdings ist die toxische Dosis von frischem Knoblauch sehr hoch und liegt bei 5 g pro 1 kg Körpergewicht. (1 Knoblauchzehe wiegt im Durchschnitt ca. 2-3 g.) Mehr dazu: Veterinärpharmakologie und –toxikologie Zürich.

Erziehungshilfe: Köpfchen statt Knöpfchen...

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...das gilt auch für die viel gepriesenen Sprühhalsbänder, die in verschiedenen Ausführungen den Markt erobert haben. Spätestens seit uns Hundenanny Katja Geb-Mann allwöchentlich im deutschen Fernsehen vorführt, wie jeder Hund, ganz gleich welches Problem er seinen Haltern vermeintlich oder tatsächlich bereitet, mit Einsatz einer Fernbedienung in das Verhalten gepresst werden kann, das Herrchen oder Frauchen beliebt, finden die Halsbänder, die einen angeblich völlig harmlosen Spraystoß von sich geben, steigenden Absatz.

Schon Freud erkannte: Hunde heilen

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Bereits der Psychoanalytiker Sigmund Freud erkannte die heilende Kraft, die von unseren vierbeinigen Gefährten ausgeht. Die Berührung ihrer Haare öffne die Seele der Menschen, so Freud. Mediziner und Wissenschaft bestätigen Freuds Erkenntnis, denn durch das Streicheln des Hundes werden Endorphine freigesetzt, Herz und Kreislauf entspannen sich und es macht glücklich. Das sanfte Streicheln eines Hundes senkt in Stresssituationen den Blutdruck, beweisen mehrere voneinander unabhängig durchgeführte Studien. Eine „Brücke zur Außenwelt“ ist der Hund für kontaktgestörte oder autistische Menschen. Prof. Dietrich von Holst, Tierpsychologe der Uni Bayreut in Deutschland denkt an „Hunde auf Krankenschein“, da sich der Kontakt mit Hunden überaus positiv auf den Verlauf verschiedenster Krankheiten von Bluthochdruck bis zum Krebs auswirkt.

Hüftdysplasie (HD)

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Die Hüftdysplasie oder Hüftgelenksdysplasie (HD) ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks. Betroffen sind sämtliche Hunderassen, wobei großwüchsige Rassen das Krankheitsbild besonders häufig ausbilden. Der Deutsche Schäferhund ist wohl der bekannteste Vertreter dieser Krankheit. Auch bei Hauskatzen kann diese Krankheit auftreten, hier besonders unter Maine-Coon-Katzen.

Die HD ist zu großen Teilen genetisch bedingt. Aber auch falsche Ernährung und Haltung können die Entstehung bzw. das Fortschreiten der Krankheit begünstigen.


Symptome/Diagnostik

Die Ausprägung klinischer Symptome einer HD variiert in Abhängigkeit vom Alter bzw. Stadium der Krankheit. Bei relativ jungen Tieren, im Alter von einem halben bis einem Jahr, kommt es zur Schmerzhaftigkeit, weil der Oberschenkelkopf in der Hüftgelenkspfanne (Acetabulum) nur ungenügenden Halt findet und durch seine abnorme Beweglichkeit schmerzregistrierende Nervenfasern der Knochenhaut des Pfannenrandes gereizt werden. Ältere Tiere bilden Schmerzhaftigkeiten eher infolge fortschreitender degenerativer Veränderungen (Arthrosen) des Hüftgelenkes aus.

Eine beginnende HD äußert sich in zunehmenden Schmerzen bei Spaziergängen, der Hund will nicht mehr weit laufen, setzt sich öfter hin, schreit beim Spielen ab und zu auf und zeigt einen instabilen Gang. Beim Vorführen der Hintergliedmaße wird das Becken in Richtung der vorgeführten Gliedmaße seitwärts bewegt (LSÜ-twist). Bei Bewegungen des Gelenkes kann ein hörbares Knacken, Klicken oder Knirschen des Gelenks auftreten. Bei Feststellung eines der Symptome ist der sofortige Gang zum Tierarzt ratsam.

Hüftgelengsdysplasie Norberg-WinkelEine zuverlässige Möglichkeit zum Erkennen des Schweregrades der Erkrankung bildet die Röntgenuntersuchung. Da bei dieser die Gelenke überstreckt werden müssen, was beim Vorliegen einer HD starke Schmerzen verursacht, wird sie unter einer Kurznarkose durchgeführt. Voraussetzung für eine aussagekräftige Diagnose ist die exakte Positionierung des untersuchten Tieres in Rückenlage mit gestreckten, parallel gelagerten Oberschenkeln und orthograd zum Strahlengang eingedrehten Kniescheiben. Zusätzliche Aufnahmen können in "Froschhaltung" der Oberschenkel oder im seitlichen (latero-lateralen) Strahlengang erfolgen.

Ein wesentliches Auswertungskriterium ist der „Norberg-Winkel“. Er ist als der Winkel definiert, der zwischen dem Zentrum des Oberschenkelkopfes und dem vorderen Pfannenrand abgetragen wird. Bei einem HD-freien Tier sollte er mehr als 105° betragen.

Weitere Kriterien zur Beurteilung sind die Kongruenz von Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne, die Weite des Gelenkspaltes, die Pfannenkontur, die Kontur des Oberschenkelkopfes sowie das Vorhandensein von Hinweisen auf arthrotische Prozesse wie walzenförmige Verdickungen des Oberschenkelhalses, Randwülste an der Gelenkpfanne, unter dem Knorpel befindliche Verdichtungen der Knochensubstanz im Pfannenbereich und die Einlagerung von Knochenmaterial am Ansatz der Gelenkkapsel (Morgan-Linie).

Die züchterische Auswertung von HD-Aufnahmen ist nur durch von den Rassezuchtverbänden zugelassene Gutachter möglich, an die der Tierarzt die Röntgenbilder einschickt.


ACHTUNG:
Briards reagieren sehr empfindlich auf Narkotika! Bitte den Tierarzt unbedingt darauf hinweisen, damit die Dosis entsprechend verringert wird bzw. einen Briard-erfahrenen Tierarzt aufsuchen!
  
Schweregrade

HD-A = HD-frei
In jeder Hinsicht unauffällige Gelenke, Norberg-Winkel 105° oder mehr. Manchmal noch A1 wenn der Pfannenrand den Oberschenkelknochen noch weiter umgreift.

HD-B = HD-Verdacht
Schenkelkopf oder Pfannendach sind leicht ungleichmäßig und der Norberg-Winkel beträgt 105° (oder mehr), oder Norberg-Winkel kleiner als 105° aber gleichförmiger Schenkelkopf und Pfannendach.

HD-C = Leichte HD
Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne sind ungleichmäßig, Norberg-Winkel 100° oder kleiner. Eventuell leichte arthrotische Veränderungen.

HD-D = Mittlere HD
Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne sind deutlich ungleichmäßig mit Teilverrenkungen. Norberg-Winkel größer 90°. Es kommt zu arthrotischen Veränderungen und/oder Veränderungen des Pfannenrandes.

HD-E = Schwere HD
Auffällige Veränderungen an den Hüftgelenken (beispielsweise Teilverrenkungen), Norberg-Winkel unter 90°, der Pfannenrand ist deutlich abgeflacht. Es kommt zu verschiedenen arthrotischen Veränderungen.

In den verschiedenen Ländern sind HD-Auswertungen nicht einheitlich. Ein HD-A in z.B. Frankreich bedeutet nicht gezwungenermaßen auch ein HD-A in beispielsweise Belgien!


Behandlung

Man kann HD nicht heilen, sondern nur das Auftreten klinischer Symptome und das Fortschreiten der Krankheit hinauszögern oder die Schmerzen reduzieren. Je häufiger der Hund bestimmte Bewegungsabläufe ausführt, desto schneller verschleißt die Hüfte. Zu diesen Bewegungen gehören vor allem jene, die die Gelenke besonders stauchen, wie Treppenlaufen, Springen auf harten Untergründen und ähnliche. Man kann dem Hund mit frühzeitigem Erkennen und richtigem Umgang mit der Krankheit ein normales Leben ermöglichen.

Es gibt folgende Behandlungsmöglichkeiten:

  • Medikamentöse Therapie mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten (Antiphlogistika) 
  • PIN-Operation: Durchtrennung oder Entfernung des Musculus pectineus sowie Umschneiden des Gelenkkapselrandes zur Unterbindung der schmerzleitenden Nervenfasern. Dies ist eine sehr effektive Schmerztherapie, deren Wirkung mehrere Jahre anhält. 
  • Osteotomie des Beckens: Dazu werden alle drei Beckenknochen (Darmbein, Sitzbein und Schambein) durchtrennt, das Becken etwas zur Seite gekippt und die Knochen anschließend wieder durch Osteosynthese verbunden. Ziel ist es, dass der Oberschenkelkopf wieder besser zur Hüftgelenkspfanne steht. Diese Operation ist aufwändig und nur bei jungen Hunden anzuraten, bei denen noch keine sichtbaren Veränderungen an der Gestalt des Femurkopfs im Sinne einer beginnenden Arthrose bestehen. 
  • Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes
  • Femurkopfresektion: Dabei wird der Gelenkkopf des Oberschenkelknochens (Caput ossis femoris) entfernt, worauf sich eine bindegewebige Verbindung zwischen Becken und Oberschenkelknochen entwickelt. Verbunden mit intensiver Physiotherapie bietet diese Methode gute Chancen, ein schmerzfreies Leben zu führen. Häufig bleibt durch diese Behandlungsmethode jedoch eine dauerhafte Funktionsstörung zurück.
  • Einsetzen von einem oder mehreren Goldstiften in die Muskulatur an Akupunkturpunkten. Die Goldstifte verbleiben in der Muskulatur.


Vorbeugung

Eine Verhinderung des Fortschreitens kann durch richtige Ernährung und nicht zu viel Sport - vor allem durch wenig Belastung und das Vermeiden von Stauchen und Überdehnen des Hüftgelenkes- erreicht werden. Eine Physiotherapie kann durch den gezielten Aufbau der Becken- und Oberschenkelmuskulatur das Hüftgelenk entlasten. Die Zugabe von knorpelaufbauenden Zusatzfuttermitteln ist ebenfalls möglich.

Zur Vermeidung der Weitervererbung der Fehlbildung ist bei den meisten Hundezuchtverbänden eine Bescheinigung der HD-Freiheit zur Zuchtzulassung erforderlich. Aber auch die Paarung aus HD-freien Elterntieren bietet keine Garantie, dass die Nachkommen HD-frei sind.


Quelle: http://de.wikipedia.org

 

Achtung! Gefährlich!

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Leishmaniose

Die Leishmaniose (engl. Leishmaniasis) ist eine weltweit bei Mensch und Tier vorkommende Infektionskrankheit, die durch Parasiten hervorgerufen wird. Die Übertragung erfolgt durch die Weibchen der nachtaktiven Sand- oder Schmetterlingsmücken.

2007-07-02_19-38-03_Sandfly2.jpgLeishmaniose kommt im Bereich der Haustiere bevorzugt beim Hund vor, aber auch Katzen, Nager, Rinder und Pferde können an Leishmaniose erkranken. Der Verlauf bei Hunden ist meist tödlich, im Unterschied dazu ist Leishmaniose beim Menschen heilbar.

Wenn eine Sand- oder Schmetterlingsmücke gestochen hat, bleibt die winzige Hautverletzung meist unbemerkt. Die äußere Verletzung heilt rasch ab, doch im Hund vermehren sich die Leishmanien und breiten sich in den inneren Organen aus.
Direkte Übertragungen Tier zu Tier oder Tier zu Mensch wurden bisher nicht nachgewiesen. Allerdings gibt es einige ungeklärte Fälle, u. a. in Amerika, wo bislang nicht klar ist, WIE sich Hunde infiziert haben, ohne in einem Endemiegebiet gewesen zu sein.
Durch Hundebisse kann Leishmaniose nicht übertragen werden, da im Speichel keine Leishmanien vorhanden sind. Auch über die Luft, Tröpfcheninfektion oder Körperausscheidungen wie Kot und Urin ist keine Übertragung möglich. Eine Übertragung beim Deckakt wäre theoretisch möglich, z. B. infolge der Ausscheidungen der Hündin. Untersuchungen liegen hierzu noch nicht vor.

Nicht jeder Hund, der durch einen Stich der Sandmücke mit Leishmanien infiziert wird, erkrankt auch tatsächlich. Ob die Leishmaniose ausbricht, hängt vom Immunsystem des Tieres ab. Warum bei einem die Leishmaniose ausbricht, bei einem anderen nicht, warum in einem Fall das preiswerte Allopurinol ausreicht, um die Krankheit zu unterdrücken, in einem anderen erst eine wesentlich aufwendigere Behandlung (Antimonpräparate, Miltefosin) zum Erfolg führt, wissen die Ärzte nicht. Jeder Hund setzt sich auf seine Weise mit der Krankheit auseinander. Besonders in den Ländern, in denen die Leishmaniose heimisch ist, scheinen Hunde eine gewisse Immunität gegen die Krankheit zu entwickeln. Es gibt deutlich mehr infizierte als erkrankte Tiere.


  
Wo kommt Leishmaniose vor?

Besonders häufig tritt die Leishmaniose neben andern Ländern in Lateinamerika, in allen mediterranen Ländern, wie Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Malta, Griechenland, Ex-Jugoslawien, Türkei, Israel, Ägypten, Lybien, Tunesien, Algerien und Marokko auf, vermutlich aber auch in Süd-Deutschland und sogar in Österreich. Ebenso wurden mit Leishmaniose infizierte Sandmücken in der Schweiz und in Belgien nachgewiesen. Die theoretische Verbreitungsgrenze stellt die 10°C-Jahresisotherme dar. Die tatsächliche nördliche Verbreitungsgrenze ist derzeit in Europa unklar, jedoch existiert ein gesicherter Sandmückennachweis von der Insel Jersey (Kanalinsel, England).


  
Welche Symptome sind die häufigsten?

Leishmanien können nahezu alle Organsysteme des Körpers befallen – demzufolge kann sie die Krankheit sehr vielfältig darstellen. Meist zeigen sie aber die ersten Symptome in einer Störung der Haut.

  • Symmetrischer Haarverlust und Schuppenbildung bzw. die typische „Brillenbildung“: mit 60% der Fälle häufigstes Krankheitsbild, das vorwiegend Tiere mit intaktem Immunsystem entwickeln; beginnend am Kopf verbreitet sich die Erkrankung am gesamten restlichen Körper. Ein spezifischeres Symptom meist begleitet von eben angesprochener Schuppenbildung ist das 'Ausfransen der Ohren', also leichtes und mehrfaches Einreißen der Ohrränder.
  • Hautgeschwüre oder Veränderungen wie Schuppen- und Schorfbildung über Knochenvorsprüngen, an Schwanzspitze und Ohren und im Haut-Schleimhaut-Übergang, außerdem zwischen den Ballen und an den Gelenken: betrifft 20% der befallenen Tiere und deutet auf eine geschwächte Immunabwehr hin. 
  • Knötchenbildung in der Haut: in die Haut eingewanderte Makrophagen führen zur Ausbildung der Knötchen; weitere Abwehrzellen sind nur geringfügig beteiligt. Die Erkrankung tritt bei etwa 12% der Patienten auf und weist auf eine ungenügende Immunabwehr hin. 
  • Generalisierte Hautdegeneration mit Pustelbildung im Bereich des Körperstammes: Mit 4% die seltenste Form. Die Pusteln sind mit einer nichteitrigen Flüssigkeit und einigen Parasiten gefüllt. 
  • Neben den beschrieben Störungen kann die Haut weitere Symptome wie übermäßige Verhornung, Krallenverkrümmung, Nagelbettentzündung und Pigmentverlust im Nasen-Maulbereich ausbilden. Auch die Schleimhäute können betroffen sein.
  • Weitere, sehr unspezifische Symptome einer klinischen Leishmaniosemanifestation können auch Durchfall, Lahmheit, sowie allgemeine Trägheit und Appetitlosigkeit begleitet von schleichendem Gewichtsverlust sein.
  • Bei einigen Fällen fällt eine Verkümmerung der Gesichtsmuskulatur auf. Schaut man dem Hund von vorn über die Augen auf den Kopf, oder streicht man über die Kopfmuskulatur, so fällt eine Ungleichheit der beiden großen Kopfmuskeln auf.
  • Es sind meist einige oder mehrere Lymphknoten angeschwollen. Der Lymphonodus poplitheus (Kniekehllymphknoten) ist häufig gut tastbar vergrössert.
  • Verschiedenste Augenläsionen. Die Häufigste ist die Blephartitis (Entzündung der Augenlider) in Zusammenhang mit Facial dermatitis (Hautläsionen im Gesicht). Häufig beobachtet man auch bilaterale Keratoconjunctivitis (Entzündung von Hornhaut und Bindehaut in beiden Augen gleichzeitig). Bei einigen Hunden kann man auch bilaterale Uveitis (Entzündung der inneren Augenstrukturen, Iris, in beiden Augen gleichzeitig) beobachten, häufig assoziiert mit einem Corneal Oedema (Hornhautödem) und der Gestaltung einer Synechiae (Verklebung der Iris mit der Netzhaut oder der Linse). Letztlich können Granulome (Entzündungsherde, die zu einer Ansammlung von bestimmten Zellen führen) die Folge einer schweren Uveitis sein.
  • Etwa 5 - 10% der Leishmaniose-infizierten Hunde leiden unter Nasenbluten. Besonders häufig sind Schäferhunde, bzw. deren Mischlinge betroffen.
  • Im Blutbild ist häufig ein niedriger Hämatokrit (prozentualer Anteil an Erythrozyten) und Hämoglobin-Anteil auffällig.
  • Neben der Erkrankung der Haut sind häufig gleichfalls die inneren Organe betroffen (viszerale Leishmaniose). Je nach Organbeteiligung ist die Ausbildung von Leberentzündungen, Darmentzündungen, Nierenversagen, Blutgefäßentzündungen, Knochenmarkentzündungen, Gelenkentzündungen, Nervenentzündungen und Muskelentzündungen möglich.

Infolge des sich ausgesprochen vielfältig darstellenden Krankheitsbildes kann die Diagnosefindung schwierig sein, zumal die Krankheit in den meisten Teilen Deutschlands nicht endemisch ist und daher oft nicht zur Routinediagnostik gehört. Daneben gibt es keinen absolut zuverlässigen Test für die Krankheit.

Die Anzeichen können einzeln oder in unterschiedlicher Kombination auftreten, sind aber kein eindeutiger Hinweis auf die Leishmaniose, weil sie auch bei anderen Krankheiten vorkommen können. Mit zunehmender Information wächst meist eher die Unsicherheit des Hundebesitzers.

Hier nochmals die wichtigsten und zugleich häufigsten Symptome:

  • Hautveränderungen wie Schuppen und Schorfbildung, vor allem an der Nase und an den Ohrrändern, außerdem zwischen den Ballen und an den Gelenken
  • die typische „Brillenbildung“, kahle Stellen um die Augen herum
  • Haarverlust an den Beinen bis hin zur völligen Kahlheit
  • Apathie, Abgeschlagenheit
  • Gewichtsverlust, Appetitmangel
  • schwere Durchfälle und Erbrechen
  • Bindehautentzündungen, Hornhautentzündungen
  • verstärktes Krallenwachstum
  • Nasenbluten
  • Fieber
  • Gelenkschmerzen mit Lahmheiten
  • Geschwollene Lymphknoten

  
Wie können diese vielfältigen Symtome richtig diagnostiziert werden?

Da die Inkubationszeit wenige Monate bis 7 Jahre betragen kann, sollte bei der Erhebung der Anamnese bei Auslandsaufenthalt immer an eine Leishmaniose gedacht werden!

In der Regel wird Leishmaniose mit einem Bluttest nachgewiesen. Hierzu wird überprüft, ob Antikörper im Blut des Tieres vorhanden sind.
Gemessen wird der sogenannte Titer (Konzentrationsangabe von Antikörpern im Blut) – ein Begriff aus der Labormedizin. Zur Titer-Bestimmung verdünnt man das Blut und prüft, ob sich die Antikörper noch nachweisen lassen. Der letzte Verdünnungswert ist dann der angegebene Titer. Ein hoher Titer (Verhältnis 1:2.000) deutet auf eine stark Infizierung hin: Der Körper setzt sich massiv mit der Krankheit auseinander. Ein sehr niedriger Titer (Verhältnis 1:32) zum Beispiel wird oft noch als „dubios“ bezeichnet: Es ist fraglich, ob das Tier tatsächlich infiziert ist. Allerdings gibt es keine einheitlichen Werte: Jedes Labor benutzt ein eigenes System, sodass Werte verschiedener Institute nicht verglichen werden können. Die Antikörperkontrolle ist auch Anzeiger für den Therapieerfolg.

Alternativ gibt es auch eine direkte Nachweismethode: Hierzu werden Lymphknoten- oder Knochenmarkspunktate entnommen. Der Nachweis ist aber schmerzhafter für das Tier, aufwendiger und deutlich teurer. Daher wird sie nur vereinzelt von Tierärzten angeboten.


  
Therapiemöglichkeiten/Heilung

Meist ist eine vollständige Heilung der Erkrankung nicht möglich. Die therapeutischen Ansätze konzentrieren sich daher neben der Erregerelimination vor allem auf eine Stärkung der körpereigenen zellulären Abwehr.

N-Methylglucamin-Antimonat (Handelsname Glucantim®) gilt derzeit als Mittel der Wahl in der Behandlung der Leishmaniose. Durch das Medikament werden im Parasiten ablaufende Glykolyse- und Fettsäureabbauvorgänge gehemmt. Die abgestorbenen Leishmanien stimulieren ihrerseits die zelluläre Abwehr. Das Medikament wird nicht im Darm resorbiert und wird daher per Injektion an 20 bis 30 aufeinanderfolgenden Tagen verabreicht. Als Nebenwirkungen sind schmerzhafte Schwellungen im Bereich der Injektion beschrieben, außerdem kann des zur Ausbildung von Magen-Darm-Beschwerden kommen.
Miltefosin wurde erst kürzlich entdeckt und hat sich in Studien als wirksam gegen Leishmanien gezeigt.
Der aus der Therapie der Gicht bekannte Wirkstoff Allopurinol hemmt die Synthese von Purinen im Wirtsorganisus. Da Leishmanien nicht in der Lage sind, diese Purine selbst herzustellen und daher auf eine Versorgung über den Wirt angewiesen sind, werden sie in ihrer Entwicklung gehemmt. Die Verabreichung erfolgt oral und wird meist mit einem anderen Medikament kombiniert, da Allopurinol lediglich parasitostatisch wirkt.
Bei Auftreten von Resistenzen gegen eine Kombinationstherapie oder einen der oben genannten Wirkstoffe besteht die Möglichkeit des Einsatzes der Antibiotika Amphotericin B oder Aminosidin.
Zur Stärkung der körpereigenen Abwehr kann der Einsatz von rekombinatem Interferon eine therapeutische Option sein, da hierbei die Differenzierung von Lymphozyten zu T1-Helferzellen gefördert wird.

Aufgrund der z.T. massiven Nebenwirkungen verschiedener Therapeutika stellt sich meist die Frage, welches Medikament überhaupt eingesetzt werden kann. Weiterhin ist derzeit auffällig, dass gute Therapieerfolge, die in einem Land mit einem Medikament erzielt wurden, nicht unbedingt gleiche Erfolge in anderen Regionen zeigen. So sind gute Erfolge bei der Behandlung einer Leishmania infantum MON-1 Infektion mit Allopurinol und Levamisole bei Hunden aus Nord-Griechenland bekannt, bei Hunden, die sich in Süd-Spanien infiziert haben, liegt die Erfolgsquote lange nicht so hoch - in Süd-Spanien haben wir es mit anderen L. infantum-Stämmen zu tun, als in Griechenland. Aus Süd-Frankreich wird sogar berichtet, dass Leishmanien regional eine Resistenz gegen Glucantime® gebildet haben. Die Zukunft wird vermutlich darin liegen, dass verschiedene Leishmania-Arten und -Stämme auch unterschiedlich, und damit spezifischer therapiert werden können. Daher ist derzeit im Falle einer Leishmaniose-Therapie zu raten, möglichst diejenige (Kombinations-) Therapie für einen Importhund zu übernehmen, die an dessen Ursprungsort mit Erfolg eingesetzt wird.


  
Impfung?

Derzeit gibt es leider keinen Impfstoff gegen Leishmaniose. MOLOGEN hat bereits 2004 erfolgreich eine Studie zur vorbeugenden Impfung gegen Leishmaniose bei Hunden durchgeführt. Im Jahr 2006 wurde der MIDGE-basierte Impfstoff zur weiteren Entwicklung an ein führendes US-amerikanisches Pharmaunternehmen auslizenziert. Bleibt zu hoffen, dass bald ein zu 100%iger Schutz für unsere Wuschel verfügbar ist!


  
Wie kann ich meinen Hund vor einer Infektion schützen?
Prophylaxe

Ein wesentlicher Bestandteil der Bekämpfung der Leishmaniose ist die Prophylaxe einer Infektion. Der klassische Weg ist hierbei, den Überträger vom Stich am Wirt abzuhalten (Repellenswirkung). Gute Erfolge werden hierbei mit Pyrethroiden wie Permethrin oder Deltamethrin erzielt. Daneben existiert (nicht in Deutschland und Österreich) die Möglichkeit einer Impfung, welche in Form einer transmission blocking vaccine wirken soll.
Der einzige Schutz vor Leishmaniose besteht in der Abwehr der Sandfliege, z.B. durch Anlegen eines Scalibor®-Halsbandes. Auch Importhunden sollte aus Sicherheitsgründen ein Scalibor® Protectorband angelegt werden.
Das Scalibor® Protectorband schützt durch seinen Wirkstoff Deltamethrin Hunde zuverlässig vor Zecken und den Stichen der Sandmücke oder Schmetterlingsmücke (Phlebotomus perniciosus). Es wirkt zuverlässig die ganze Urlaubssaison hindurch, sogar länger. Dank dem Scalibor® Protectorband ist Ihr Hund bis zu 6 Monaten zuverlässig gegen Zecken und Sand- oder Schmetterlingsmücken sowie vor den durch diese Parasiten übertragenen Krankheiten wie Babesiose, Ehrlichiose, Borreliose, FSME und Leishmaniose geschützt. Das Halsband kann auch bei trächtigen und säugenden Hündinnen angewendet werden.
Da das ProtectorBand seine volle Wirkung erst nach ein paar Tagen entwickelt, kann mit dem Deltamethrin-Shampoo ein Sofortschutz erzielt werden. Das Shampoo schützt zudem während 2 Wochen vor Neubefall.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen

Die weiblichen Sandmücken fliegen auf ihrer Suche nach Blut relativ genau von einer Stunde nach Sonnenuntergang bis eine Stunde vor Sonnenaufgang, sie sind also streng nachtaktiv. Eine Ausnahme stellen lediglich Höhlen dar. Lassen Sie Ihren Hund also zwischen Mai und Oktober in den Leishmaniose-Gebieten von Sonnenuntergang bis zum Morgengrauen im Haus. Sandmücken sind aufgrund ihrer kleinen Größe sehr windempfindlich, fliegen daher bei Wind nicht, und fehlen in direkter Küstenregion (also am Strand). Ab der zweiten oder dritten Häuserzeile vom Strand entfernt sind Sandmücken aber zu finden. Die Flughöhe beträgt selten mehr als zwei Meter, weshalb Sandmücken in (Ferien-) Wohnungen ab dem 2. Stockwerk nicht mehr zu erwarten sind. Sandmücken orientieren sich nachts optisch. Sandmücken haben gemessen an ihrer Gesamtgröße, sehr große Augen. Sandmücken reagieren auf Licht im Wellenbereich gelb-orange. Diese Wellenlängen werden von herkömmlichen Glühbirnen erzeugt. Dieses künstliche Anlocken lässt sich einfach vermeiden, indem herkömmliche Glühbirnen durch Energiesparlampen, Neonlampen oder Quarzlampen ausgetauscht werden.
Im Gegensatz zu anderen Stechmücken fliegen Sandmücken ihr Opfer nur dann an, wenn dieses schläft. Der Grund hierfür ist, daß Sandmücken 2-5 Minuten zum Blutsaugen benötigen, darüberhinaus ist der Stich schmerzhaft. Fliegen Sandmücken einen schlafenden (erwachsenen) Hund an, so landen diese meist auf dem Hunderücken, und laufen dann gegen den Haarstrich Richtung Kopf, dann die Stirn und Schnauze herunter und stechen in den unbehaarten Nasenansatz, gelegentlich stechen die Mücken auch in die Augenlider. Bei Welpen und Junghunden erreichen diese Mücken auch die Bauchseite oder Genitalien - dieses Stechverhalten ist bei prophylaktischen Schutzmaßnahmen zu beachten.
Der höchste Prozentsatz infizierter Sandmücken ist Mitte August - Ende September zu erwarten. Während der Sandmückenflugzeit sollen Hunde nicht im Freien schlafen, auch nicht im PKW. Mit dem ersten Auftreten von Sandmücken ist dann zu rechnen, wenn die niedrigste Nachttemperatur drei Nächte in Folge 20°C erreicht, dies ist in Europa etwa Mitte Mai bis Ende Oktober (bei äußerst warmer Witterung können Sandmücken auch im Winter kurz auftreten.


 
ACHTUNG: Derzeit existiert kein 100%iger Schutz gegen Leishmaniose!

  
Quellen/weiterführende Informationen:
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